Symposium «Patientenbeteiligung» in der Gesundheits-Forschung und -Lehre – Quo vadis?

13.02.2017

Wie können Patientinnen und Patienten künftig in gesundheitsbezogene Forschungsprojekte einbezogen werden? Wie können sie ihre Perspektive in der Ausbildung von Gesundheitsfachpersonen einbringen? 

Diese beiden und weitere Fragen zur Gestaltung und Weiterentwicklung der partizipativen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre diskutierten Forschende der Abteilung für angewandte Forschung und Entwicklung/Dienstleistung Pflege der Berner Fachhochschule BFH sowie der University of Central Lancashire (UCLAN, England) in ihren Beiträgen am Symposium vom 24. Januar 2017 in Bern.

Der englische Pflegewissenschaftler Mick McKeown blickte in seinem Referat auf die langjährige Erfahrung und Tradition in der Zusammenarbeit mit Betroffenen zurück und begeisterte die Teilnehmenden mit sozialkritischen und philosophischen Denkanstössen zur Weiterentwicklung der Betroffenenintegration.

Caroline Gurtner und Sabine Hahn stellten die Ergebnisse zur partizipativen Zusammenarbeit aus dem Forschungsprojekt PIONEERS vor und reflektierten dabei auch ihre persönlichen Erfahrungen in der Kooperation mit krankheitserfahrenen Personen. Caroline Gurtner fasste zudem die methodischen Herausforderungen und die wichtigen Punkte in der Teamentwicklung sowie –Begleitung als Projektleiterin zusammen.

Sabine Hahn betonte in ihrem Schlusswort, dass die Zusammenarbeit mit Patientinnen und Patienten innerhalb einer Institution möglichst transparent und mit ausreichend personellen und zeitlichen Ressourcen geplant und umgesetzt werden sollte. Offenheit, Neugier, Mut und Lust auf Veränderung bei den Mitarbeitenden seien weitere hilfreiche Promotoren für eine erfolgversprechende Zusammenarbeit.

Eugen Mischler, Leiter des Fachbereichs Gesundheit ad interim stellte das Projekt in den Gesamtkontext der Entwicklungen im Fachbereich und zur modernen innovativen Lehre und Forschung. Er verabschiedete die Teilnehmenden und dankte allen Anwesenden für die engagierte Diskussion und Auseinandersetzung mit einem anspruchsvollen Thema.