MAS Mediation

Beschreibung und Konzeption

Mediation ist ein Handlungskonzept zur Konfliktbearbeitung, das sich auf Erkenntnisse aus unterschiedlichen Disziplinen wie Kommunikationswissenschaften, Psychologie oder Politikwissenschaften stützt. Praktiziert wird die Mediation heute in vielen Bereichen wie Familie, Schule, Arbeit, Umwelt, Verwaltung, Nachbarschaft, Migration oder Religion.

Die Fachwelt ist sich einig, dass die Kompetenz für die Mediationspraxis in erster Linie über anwendungsorientiertes Lernen erworben wird. Deshalb beginnt der MAS-Studiengang mit praxis- und übungsorientierten Modulen, welche sich direkt auf die Strukturierung und Steuerung des Mediationsprozesses beziehen.

Im Verlauf der Weiterbildung haben Sie die Möglichkeit, Ihre Kompetenzen in verschiedenen Anwendungsfeldern der Mediation sowie in mediationsnahen Verfahren zu erweitern. Die Reflexion des eigenen Denkens und Handelns nimmt während des gesamten Studienganges einen wichtigen Platz ein.

Dieser Studiengang ist der einzige an einer schweizerischen Hochschule angebotene deutschsprachige MAS-Studiengang in Mediation.

Ziele (zu erwerbende Kompetenzen)

  • Sie qualifizieren sich für eine anspruchsvolle Praxis der Mediation und sind auch in hocheskalierten Konflikten handlungsfähig.
  • Sie sind auf ein oder mehrere Anwendungsfelder der Mediation spezialisiert.
  • Sie fühlen sich sicher im Umgang mit verschiedenen Ansätzen und Methoden der Konfliktbearbeitung und sind fähig, diese kontextspezifisch anzuwenden.
  • Sie erarbeiten sich eine reflektierte mediative Haltung in Konfliktsituationen.
  • Sie sind fähig, ein anwendungsorientiertes Projekt zur nachhaltigen Verankerung oder zur Verbreitung der Mediation oder des Konfliktmanagements durchzuführen.

Inhalte

Der Studiengang ist modular aufgebaut. Insgesamt setzt sich der MAS Mediation aus vier CAS-Studiengängen und dem Masterarbeit-Modul zusammen (siehe Studienaufbau). In jedem Modul haben Sie Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen CAS-Studiengängen, wobei zwingend eine Grundausbildung in Mediation sowie mindestens ein anwendungsfeldbezogener CAS-Studiengang besucht werden müssen.

Zielpublikum

Fachpersonen verschiedener Professionen, in deren Praxis Konfliktintervention einen hohen Stellenwert besitzt und die sich umfassende Kompetenzen in Konfliktbearbeitung aneignen möchten.

Lern- und Arbeitsformen

Interaktives Kontaktstudium
Ein intensiver Lernprozess kommt über das Zusammenwirken unterschiedlicher Lernformen zustande. Die Lehrveranstaltungen führen Sie in das Thema ein, vermitteln relevantes Wissen und regen zur vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an. Das Kontaktstudium ist interaktiv und partizipativ gestaltet mit diversen Didaktikmethoden wie Inputreferaten, Fallstudienarbeit, Rollenspielen, Diskussionen oder Gruppenarbeiten. Es wird auf eine effektive Verbindung zwischen dem Erlernten und Ihrer Berufspraxis geachtet, so dass praxisorientiertes, erwachsenengerechtes Lernen möglich wird. In der Supervision werden Konfliktsituationen aus der Berufspraxis begleitet, reflektiert und in der Supervisionsgruppe bearbeitet.

Transferorientiertes Selbststudium
Die folgenden Arbeitsformen unterstützen Sie dabei, die im Kontaktstudium vermittelten Inhalte bestmöglich in Ihrem eigenen Berufsalltag umzusetzen:

  • Selbst organisierte Gruppenarbeit: Intervision oder kollegiale Beratung als effektive Beratungsform unter den Teilnehmenden zur Entwicklung von Praxislösungen anhand der vermittelten Inhalte.
  • Praxistransfer: Der Transfer der Kursinhalte in die Praxis erfolgt im Rahmen Ihrer aktuellen beruflichen Herausforderungen. Zusätzlich wenden Sie Ihre Kenntnisse in der Begleitung von konkreten Mediationsfällen an.

Zulassung

Allgemeine Zulassungsbedingungen

Mediationsausbildungen anderer Hochschulen und privater Ausbildungsstätten können unter bestimmten Bedingungen angerechnet werden. Bei Fragen nehmen Sie bitte mit der Studienleitung Kontakt auf.

Qualifizierung und Kompetenznachweise

  • Mindestens 90 Prozent Präsenz in den Kursen und Supervisionen
  • Intervisionen
  • 4 CAS-Zertifikate gemäss den jeweiligen Anforderungen (die detaillierten Vorgaben entnehmen Sie bitte den Ausschreibungen)
  • Masterarbeit (inkl. schriftliche Disposition, aktive Teilnahme an den Werkstätten, Online-Lernangebote, schriftliche Masterarbeit, mündliche Verteidigung)

Titel und Abschluss

Master of Advanced Studies (MAS) der Berner Fachhochschule in Mediation (60 ECTS-Credits)

Dozierende

National und international tätige Lehrkräfte mit langjähriger Mediationspraxis und fundierter Erfahrung als Hochschuldozierende. Nähere Angaben zu den Dozierenden finden Sie bei den Ausschreibungen zu den jeweiligen Studiengängen und Kursen.

Studienleitung

Prof. Tanja Lutz
Fachbereich Soziale Arbeit
tanja.lutznoSpam@bfh.ch
Telefon +41 31 848 36 61

Organisation

Barbara Leuenberger, barbara.leuenbergernoSpam@bfh.ch, Telefon +41 31 848 36 58

Kosten

ca. CHF 34‘000.- (je nach ausgewählten Studiengängen und Kursen), Änderungen vorbehalten

Durchführung/Kursdaten

Dauer in der Regel vier bis sechs Jahre, Beginn mit jedem Fachkurs Mediation oder Fachkurs Mediatives Handeln in transkulturellen Kontexten – Grundlagen. Je nach Interesse und Vorkenntnissen ist auch ein Einstieg über den CAS Klärungshilfe in Konflikten oder über den CAS Konfliktmanagement möglich.

Ort der Veranstaltung

Berner Fachhochschule BFH, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
Lageplan

Infoveranstaltung

Infoveranstaltung Ausbildung in Mediation und Konfliktmanagement - Januar 2018
Infoveranstaltung Ausbildung in Mediation und Konfliktmanagement - April 2018
Infoveranstaltung Ausbildung in Mediation und Konfliktmanagement - Juni 2018
Infoveranstaltung Ausbildung in Mediation und Konfliktmanagement - August 2018
Infoveranstaltung Ausbildung in Mediation und Konfliktmanagement - November 2018

Unterlagen

MAS Mediation Infobroschüre 

Code

M-MED-1